Philosophie Magazin / 28.07.2026
Was macht den autoritären Rechtspopulismus so erfolgreich? In seinem Essay argumentiert Christoph David Piorkowski, dass die Rechte auf die politische, die sozioökonomische und die kulturelle Krise des Liberalismus mit scheinbaren Lösungsversprechen reagiert, die für viele Menschen zunächst attraktiv klingen: Geborgenheit im einheitlichen Volkskollektiv, Wiederherstellung von Ordnung und Souveränität und das Aufsprengen zivilisatorischer Fesseln.
Von Christoph David Piorkowski
Die Thesen von der Dämmerung der Demokratie und vom Niedergang des liberalen Ordnungsmodells gehören schon seit Längerem zum Standardrepertoire der öffentlichen Selbstanalyse des Westens. Folgten in den 1990er-Jahren nicht eben wenige Zeitdiagnostiker der rauschhaften Großthese Francis Fukuyamas von der Formvollendung unserer menschlichen Geschichte im Eden der liberalen Demokratie, herrscht Mitte der 2020er-Jahre allenthalben große Ernüchterung vor. Sie bröselt und bröckelt, die offene Gesellschaft. Nicht nur das Kernland des Liberalismus ächzt zweieinhalb Jahrhunderte nach seiner Gründung unter rechts-autokratischen Verwitterungsprozessen. Auch das demokratische Europa erodiert. 81 Jahre nach der Nazidiktatur hat eine weitgehend rechtsextremistische Partei in Deutschland erstmals die anderen Parteien links liegen gelassen, heißt: deutlich überholt – und käme aktuell im Bund auf 27 Prozent. In anderen europäischen Staaten ist es ähnlich.
Dabei ist es nicht der autoritäre Populismus (den viele auch als neuen Faschismus vermeinen), der die Krise des Liberalismus bedingt. Umgekehrt wohnt der liberalen Demokratie, eben weil sie systematisch krisenförmig ist, die Tendenz zu ihrer regressiven Selbstaufhebung inne. Der autoritäre Nationalradikalismus hängt gleichsam wie ein Schatten an der Bürger-Gesellschaft. Frei nach Adorno ist die stete Faschisierung immer auch das „Wundmal einer Demokratie“, die ihrem eigenen Begriff bis heute nicht gerecht wird.
Was sind die einschlägigen Kalamitäten, die der spätmoderne Liberalismus befördert? Mit welchen vermeintlichen Lösungsversprechen der Probleme empfiehlt sich die radikale Rechte? Und warum scheinen die Versprechen bei so Vielen zu verfangen, die aktuell gewillt sind die Demokratie gleichsam demokratisch aus den Angeln zu heben?
Die Forschung nennt eine Reihe von Gründen für die Landgewinne rechtsautoritärer Akteure. Eindeutig sozioökonomische Gründe verbinden sich mit soziokulturellen Faktoren und einer Entpolitisierung politischer Fragen, nicht zuletzt in den Bereichen Finanzen und Wirtschaft, zu einem oft desaströsen Gemisch.
Zwar ist die liberale Demokratie tendenziell von jeher ein Elitenprojekt; singt das Gros ihrer stolzen Parlamente trotz der repräsentativen Funktion mit hörbarem Oberklassenakzent. Dies aber hat sich in den letzten Dekaden noch einmal gehörig verschärft, wie unter anderem die Politikwissenschaftler Armin Schäfer und Michael Zürn in ihrer Studie „Die demokratische Regression“ gezeigt haben. So sind einige Bevölkerungsschichten parlamentarisch kaum repräsentiert. Zudem werden, so zeigen es Schäfer und Zürn, seit vielen Jahren zunehmend mehr Kompetenzen auf „nicht-majoritäre Einrichtungen“ wie Verfassungsgerichte und Zentralbanken verlagert – sowie auf transnationale Institutionen, die die Steuerungsoptionen von Staaten limitieren. So notwendig dies etwa vor dem Hintergrund globaler Probleme wie der dräuenden Klimakatastrophe auch erscheint, befördert es zugleich ein politisches Phlegma. Ferner ist die Ordnung im neoliberalen Deregulierungskapitalismus so konstruiert, dass große Unternehmen Politiken dominieren, weil sie bei unliebsamen Gesetzen bezüglich des Steuer- oder Arbeitsmarktsystems damit drohen können, Arbeitsplätze zu verlagern. Viele Fragen der Finanz- oder Wirtschaftspolitik stehen demokratisch somit kaum zur Diskussion und sind weitgehend entpolitisiert. Die aktuelle Spielart des Kapitalismus mit ihren entsicherten Finanzmarktsystemen erscheint so beinahe als menschliches Schicksal. Der Satz des Marxisten Frederick Jameson, es sei leichter sich das Ende der Welt vorzustellen, als das Ende des Kapitalismus, trifft trotz der vielfältigen Krisen desselben heute wohl noch mehr zu als jemals zuvor. Die jahrelang gepflegte Selbstinszenierung der neoliberalen Politiker und Thinktanks als letzten und einzigen Nicht-Ideologen, als Agenten einer überhistorischen Vernunft, und die alternativlose „Technokratie“, die diese Erzählung auf den Plan gerufen hat, zahlten auf große Frustrationskonto ein.
Doch was ist nun die rechtspopulistische Antwort auf diese postpolitische Verkrustung? Die Scheinlösung äußerst rechter Parteien ist eine vermeintlich organisch-natürliche Volk-und Anführer-Demokratur, die verspricht, die verlorene Souveränität eines ethnisch-nationalen Kollektivs zu erneuern. „Take back Control“ ist die Formel der Zeit.
Der Tribun betritt mit hochgekrempelten Ärmeln die heruntergekommene politische Arena, um die Menschen aus dem volksvergessenen Griff verknöcherter Funktionseliten zu befreien, die als Büttel von häufig als „jüdisch“ phantasierten, „globalistischen Eliten“ agierten, die von der Hinterbühne ausgehend die Weltgeschicke lenkten. Die kapitalistische Akkumulation – im Gegensatz zu Marx‘ Kapital-Analyse – eben nicht als ein durch systemische Zwänge geformtes „automatisches Subjekt“ dechiffrierend, wird die abstrakte Seite des Kapitalismus von rechten (aber auch von linken) Populisten konkretistisch personalisiert. Als würde das Gesellschafts- und Wirtschaftsmodell durch eine Clique clandestiner Herrscher gelenkt, die man beseitigen könnte, und der Spuk wäre vorbei. Indes sind Rechtsextreme nicht gegen Eliten per se – sie profilieren die „natürliche Elite der Gemeinschaft“ gegen die „künstliche Elite der Gesellschaft“ und folgen dem von Carl Schmitt favorisierten Konzept einer „identitären Demokratie“. Suggeriert wird hier, dass der volksnahe Führer zum Demos in seiner ethnischen Gestalt eine bauchgefühlte Verbindung unterhält; dass beide im Grunde als Einheit agieren, als überzeitlich-ausbalancierter Organismus. Da der Leader die „Vox populi“ vor jeder Wahl und vor jeder Deliberation schon erhört hat, kann der Gang zur Urne seinen Anspruch auf Herrschaft lediglich nachträglich bestätigen helfen. Werden Trump oder die Pis-Partei nicht wiedergewählt, müssen die Funktionseliten getrickst haben, um die vom Schicksal Erwählten davon abzuhalten, den wahren Volkswillen zu exekutieren.
Die identitäre Demokratur befreit indessen das Volk nicht von Herrschaft, diese wird vielmehr deutlich verschärft, die Spielräume der Freiheit werden stetig verknappt – und nicht nur für die, die aus der Menge des Volkes vorpolitisch herausdefiniert werden – also die, die die falsche Hautfarbe haben, das falsche Begehren, die falsche Gesinnung. Warum das Versprechen „Befreiung durch Herrschaft“ dennoch bei zahllosen Menschen verfängt, ist auch psychodynamisch zu erklären. Der Ohnmacht generierende gesellschaftliche Rahmen der auf Konkurrenz und Ausbeutung gründenden Gesellschaft, bringt deformierte Subjekte hervor, die mittels dessen, was Max Horkheimer und Theodor Adorno eine Spielart der „falschen Mimesis“ nannten, eine gefühlige Symbiose mit den Herrschern vollziehen – und ihre eigentlich noch intensivierte Unterdrückung gleichsam paradox als Ermächtigung erleben. Der kleine Mann identifiziert sich mit dem großen und kompensiert so scheinbar seine fortdauernde Ohnmacht.
Ergänzt wird die Souveränitätssimulation im rechten Versprechen häufig durch das Plebiszit. So suggeriert etwa die „Alternative für Deutschland“ eine echte, direkte Demokratie mit Volksentscheiden nach Schweizerischem Vorbild. Während sich die Herrschaft autokratisiert, wird zugleich eine spürbare Teilhabe versprochen, eine Weise der kollektiven Selbstwirksamkeit, die die komplizierten und nervigen Verfahren der liberalen Demokratie suspendiert, welche unter den Bedingungen des deregulierten und grenzüberschreitenden Kapitalismus ja ohnehin nur wenig Veränderung bringen.
Doch freilich sind es nicht nur die Entpolitisierung der politischen Sphäre durch die Macht des Kapitals, die daraus resultierenden Ohnmachtsgefühle, und die falschen Versprechen auf Souveränität, die den Aufwind des rechten Lagers erzeugen.
Mit der neoliberalen Globalisierung gehen ökonomische Verwerfungen einher, die soziale und mentale Verheerungen befördern. Die Ungleichheit ist in den letzten Dekaden stetig gewachsen, die Schere klafft auf. Wer schon Kapital hat, macht mehr Kapital, wer arbeitet kommt oft gerade so durch. Der deregulierte Kapitalismus hat zudem eine Vielzahl an Verlierern produziert – auch aus der alten Industriearbeiterschaft. Der Rust Belt als ein maßgeblicher Nistplatz des Trumpismus ist für diese Spezies zum Sinnbild geworden. Halt und Sicherheit stiftende Gewerke gingen in zahlreichen Ländern zu Grunde. Die Arbeit wurde in Regionen verlagert, in denen sie nun profitabler ausgebeutet wird. Was hier oft biografische Brüche evoziert hat, die sich nicht zuletzt in Wut artikulieren.
Doch nicht nur die realen ökonomischen Verluste werden in der Forschung als Gründe genannt, warum ein übersteigerter Nationalismus die Denk- und Gefühlsräume der Menschen okkupiert. Es sind auch die zunehmende Prekarisierung und pressierenden Abstiegsängste der Mitte, das Empfinden eines völligen Verlusts an Kontrolle und das Hadern mit dem anstehenden Veränderungsdruck (etwa in Folge des klimatischen Wandels) durch den das Gelöbnis des „Take Back Control“ für manchen zur Heilserzählung gerinnt. Statt mit dem Fahrstuhl nach oben zu fahren, wie es die Fortschrittserzählung verhieß, schlittert man über einen „Slippery Slope“, nicht wenige Menschen haben das Gefühl gegen rutschige Berghänge anlaufen zu müssen, um wenigstens den aktuellen Status zu halten.
Die rechtspopulistische Antwort darauf besteht nun gerade nicht in einer kritischen Haltung zur Form der politischen Ökonomie oder auch nur im sozialdemokratischen Ausbau staatlicher Sicherheitssysteme und einer Umverteilung von oben nach unten, etwa durch stärkere Steuerprogression. So zeigen aktuelle Studien, dass die Steuerpläne der AfD vor allem den oberen Schichten zu Pass kommen – und die Geringverdiener belasten.
Die soziale Konfliktachse wird hier geschickt ins Raster eines ethnischen Krieges überführt. Auf soziale und ökonomische Fragen gibt es nationale und kulturelle Antworten. Wie Leo Löwenthal, Urgestein der Frankfurter Schule, schon 1949 konstatiert hat, sind die Themen, die der Agitator bespielt, sozusagen pervertierte Versionen echter sozioökonomischer Probleme. Ökonomische und auch symbolische Verluste werden mit der Teilhabe am „Volk“ kompensiert, als vermeintlich zeitloser Identität, die Geborgenheit und Größe wieder herstellen soll. Die wohlige Nestwärme des kollektiven Ethnos als scheinbare Schutzstatt vor der Kälte des Sozialen. Den Depravierten – nicht zuletzt in den verwaisten Arealen, denen man einst blühende Landschaften versprach – wird die Möglichkeit in Aussicht gestellt, dass ihre Ohnmachts-, Angst, und Entwertungsgefühle im Feuerschein der Volks-Gloriole verdampfen. Zugleich wird mittels dessen, was der Denker Zygmunt Bauman treffend als Retrotopie bezeichnet hat, ein nie gewesenes Gestern der Einheit als Folie für das Morgen in Anschlag gebracht. Vorwärts zurück in die 50er-Jahre. Die Beseitigung des „Fremden“, so wird suggeriert, wird auch den Druck aus den Arbeits- und Wohnungsmärkten nehmen.
Doch eine Formel wie „Deutschland-Aber-Normal“ malt auch ein Sitten- und Kulturbild von gestern. Wenn wir ungehemmt Diesel fahren und Nackensteaks grillen, alle einen ähnlichen Phänotyp haben, Frauen wieder Frauen sind und Männer wieder Männer, denen niemand vorschreibt, wie man isst oder spricht, das Chaos der Spätmoderne annulliert ist, und das nationale Pathos sich Bahn brechen darf, von keinem oktroyierten Gedenken limitiert, sind sämtliche Probleme der Menschen gelöst – so insinuiert es das rechte Narrativ.
Hier deutet sich das dritte Problemcluster an. So verschränken sich die sozioökonomischen Einbußen, sowie die persistierenden Ängste vor diesen, und das Empfinden politisch nicht zu zählen, mit der Wahrnehmung soziokultureller Verluste, die das rechte Lager zu bewirtschaften weiß. Die progressive Umwertung der bürgerlichen Werte, die Tatsache, dass vormals Marginalisierte, Frauen, Homosexuelle, und allochthone Menschen, jene politischen Rechte und gesellschaftlichen Respektformen verlangen, die der klassische Liberalismus ihnen entgegen seiner eigenen Prämissen über Jahrhunderte vorenthalten hat, befördert einen wutgetränkten kulturellen Backlash.
Hier dockt am Retrotopie-Paradigma nicht nur der abgehängte Arbeiter an, oder die verunsicherte Kleinbürgerin, sondern auch der gut betuchte Bourgeois, der durch die emanzipatorische Entwicklung um seine Kulturprivilegien besorgt ist. Wie der Kommunist August Thalheimer sagte, ist der Faschismus nicht zuletzt eine Bewegung der Deklassierten sämtlicher Klassen.
Dass die progressive Kulturpolitik ihrerseits häufig moralinsauer ist, und die ursprünglich lediglich als Zwischenschritt gedachte linke Identitätspolitik längst in eine Ideologie umgekippt ist, die auf Differenzen pocht, statt sie einebnen zu wollen, und Identitäten essenzialisiert, hat der rechten Identitätspolitik dabei zu weiterer Schlagkraft verholfen. Auch dass sich weiteste Teile der Linken jahrelang hauptsächlich mit Anerkennungsfragen befassten, anstatt sich mit politischer Ökonomie und sozioökonomischem Elend auseinanderzusetzen, hat dem Rechtspopulismus Erfolge beschert. So konnte sich dieser als ehrlicher Makler des geschröpften kleinen weißen Mannes inszenieren.
Insbesondere auf den kulturellen Wandel, der bei der Bewegung, beim Essen und beim Sprechen veränderte Formen des Verhaltens verlangt, reagiert die Rechte zudem mit einem Schema, das das Ordnungsparadigma gleichsam kontrastiv ergänzt. So wird nicht nur eine neue, alte Ordnung versprochen und die Teilhabe an Größe von Anführer und Volk, sondern – als ein psychisches Entlastungskomplement – die Erlaubnis, sich radikal enthemmen zu dürfen, die Fesseln der Zivilisation zu zersprengen, rabiat und rüde zu sein wie ein Trump, und sich in pathisch-projektivem Gebaren (quasi als Ergänzung zur falschen Mimesis an die starre Ordnung und die Herrschaft des Tribuns) an „den Anderen“ hemmungslos auslassen zu dürfen. Zum einen an den falschen Eliten da oben, den Häschern der häufig auf wahnhafte Weise als jüdisch gelesenen Hinterzimmer-Clique. Zum anderen aber an allen da unten, die es wagen, weiter nach oben zu drängen, an Frauen, Migranten, Homosexuellen.
Zusammengefasst bestehen die rechten Antworten auf die Problemcluster des Liberalismus (also die politische, die ökonomische und die kulturelle Dimension) erstens im Versprechen auf die Rückeroberung von Handlungsmacht durch eine Führer-Volk-Demokratur mit plebiszitären Elementen, zweitens auf die Obhut des Ethno-Kollektivs und die Restitution einer verlorenen Ordnung, drittens darauf, zusätzlich zu Sicherheit und Ordnung, die Zivilisationskruste aufbrechen zu dürfen, seine Wut, wie Adorno und Horkheimer meinten, vom Kollektiv sanktionieren zu lassen.
Der autoritäre Rechtspopulismus ist eine gesellschaftspathologische Antwort auf beide Hälften des Liberalismus, die politische, wie die ökonomische Seite, auf Freiheit und Unterdrückung zugleich. Er richtet sich gegen jede Emanzipation, aber auch, in einer Art Schiefheilungsversuch, gegen die sozialen und mentalen Verwüstungen, die kapitalistische Gesellschaften befördern. Da der soziokulturelle Wandel viele überfordert und vielfach als symbolisches Verlieren erlebt wird, wird die äußerste Rechte wohl nicht so bald verschwinden. Und doch würde wirklich soziale Politik, die sich ernsthaft der gesellschaftlichen Verwerfungen annähme (und gegen politische Verkrustung opponierte),die Übersetzung sozioökonomischer Probleme in die Sprache des kulturellen Krieges erschweren. Auch geriete die Empörung über Anpassungsdruck in der ökologischen und kulturellen Sphäre bei den unteren Schichten weniger rabiat, gäbe es auch materielle Sicherheit. Und trotz des Umstands, dass Massen an geflüchteten Menschen auch objektive Probleme evozieren, hätten die Rechten es ungleich schwerer, die Abstiegsängste der unteren Mitte in rassistischen Hass auf Migranten umzuschmelzen. Stünde eine wirklich soziale Politik der kulturellen Liberalisierung zur Seite, würde die liberale Demokratie deutlich weniger Angriffsfläche bieten. Dass die Linke dieser Tage indes selbst allzu oft zu Autoritarismus und Populismus neigt, verkürzte Kapitalismuskritik sowie manichäische Denkweisen pflegt, und häufig auch das Gute am Liberalismus, die bürgerlichen Freiheitsrechte, verdammt, ist kein hoffnungsvoller Befund. Auch dass es für die nachhaltige Transformation hin zur bedürfnisorientierten Gesellschaft, oder auch bloß effektive Kapitalregulierung, einer internationalen Übereinkunft bedürfte, trübt die politische Zuversicht ein. Und doch hilft es, sich manchmal in Erinnerung zu rufen, dass eine bessere, gerechtere Welt, in der gleichsam mit dem Liberalismus über diesen hinausgeschritten wird, noch immer eine menschliche Möglichkeit darstellt.